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Palais Lobkowitz (690.506)
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Allgemeines und Historisches
Der Palast auf dem ehemaligen Schweinemarkt ist der erste größere Profanbau nach der Türkenbelagerung von 1683. Das Palais Lobkowitz wurde im Auftrag von Philipp Sigmund Graf Dietrichstein ab 1687 von Giovanni Pietro Tencala geplant und zwischen 1690 und 1694 unter Mitwirkung von Johann Bernhard Fischer von Erlach errichtet. In den Besitz der Fürsten Lobkowitz kam das Palais erst 1745.
Fürst Ferdinand Philipp von Lobkowitz pflegte mit Christoph Willibald Gluck und Philipp Emanuel Bach Kontakte. Sein Sohn Franz Joseph Maximilian Fürst Lobkowitz, der selbst Förderer der Wiener und Böhmischen Musik- und Theaterszene seiner Zeit, selbst Musiker und später auch Hoftheaterdirektor war, ließ 1799 den Festsaal für Konzerte einrichten und hielt sich im Palais ein eigenes Orchester. Unter den zahlreichen Werken, die Ludwig van Beethoven dem Fürsten widmete, fand in diesem Festsaal im Jahre 1804 die Uraufführung von seiner ursprünglich genannten „Bonaparte“ titulierte 3. Symphonie statt, der zu Ehren der Festsaal heute den Namen „Eroica-Saal“ trägt.
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts gaben die Familie Lobkowitz das Wiener Palais zur Vermietung frei. Von 1869-1909 befand sich hier die französische Botschaft, von 1919-1938 die tschechoslowakische Gesandtschaft. 1939 funktionierte man das Palais zum "Haus der Mode" um. Während des 2. Weltkriegs wurde es beschädigt, das Haus von der französischen Besatzungsmacht gemietet, renoviert und neu eingerichtet. Von 1947 bis 1979 war das Französiche Kulturinstitut untergebracht. Bis dahin war das Palais im Besitz der Familie Lobkowitz. In der Folge gelangte das Palais in den Besitz der Republik Österreich, wurde generalsaniert und für die Benützung durch die Theatersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek und des Österreichischen Theatermuseums zweckentsprechend umgebaut. 

Am 26. Oktober 1991 wurde das Österreichische Theatermuseum auf dem Lobkowitzplatz 2 als eigenständiges Museum eröffnet. D
ie Bausubstanz und Raumstruktur des Barockbaues blieb nahezu unverändert. Aufgrund der guten Funktionalität des Gebäudes ist ein flexibler Ausstellungsbetrieb möglich.
Dieses Theatermuseum dient der Erhaltung alter Kostüme und Theatereinrichtungen. Überdies werden Bühnenbilder und Entwürfe sowie Bilder und Bühneneinrichtungen hier ausgestellt. Es werden eigene Veranstaltungen z.B.: Kindertheater, Musikveranstaltungen und Ausstellungen abgehalten.
Die Bestände - insgesamt über 1,7 Millionen Objekte – reichen bis in das 15. Jahrhundert zurück. Die Fachbibliothek mit über 80.000 Büchern und Zeitschriften ist frei zugänglich.


Nutzer 
Österreichisches Theatermuseum
Buchhandlung Wolfrum

BHÖ-Betreuung
Bau   Abteilung 401 - Belvedere
Verwaltung   Abteilung 201 - Verwaltung

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Letzte Änderung am: 23.06.2016

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