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Allgemeines und Historisches 
Das Hofkammerarchiv ist das älteste der wiener Archive und wurde bereits 1578 das erste Mal genannt. Die Hofkammer wurde im Jahr 1527 unter Erzherzog Ferdinand gegründet und zu einer funktionstüchtigen Behörde umgeformt. Es wurde die zentrale Finanzbehörde der Habsburgermonarchie, wo man deren Urkunden, Akten und Geschäftsbücher aufbewahrte.
Unter Maria Theresia (1717-1780) wurde die Hofkammer zu einer Art „Superministerium“, indem neben der eigentlichen Finanzverwaltung auch die Agenden von Wirtschaft, Handel, Bergbau, Bauten, Kredit, Geldwesen und Verkehr wahrgenommen wurden.
Die Hofkammer selbst wurde 1848 durch mehrere Ministerien ersetzt, das Hofkammerarchiv behielt jedoch seinen alten Namen bei, obwohl es nunmehr dem Finanzministerium unterstand.

Im Revolutionsjahr 1848 wurde der Neubau in der Johannesgasse 6, ein Juwel der Biedermeierarchitektur, bezogen. Dies ist ein Werk des berühmten Architekten Paul Sprenger. Damals war Franz Grillparzer Direktor des Archivs, der die Übersiedlung leitete. Sein Arbeitszimmer im zweiten Stock ist noch so erhalten, wie er es 1856 verlassen hatte, selbst das Stehpult, an dem er einen Teil seiner Dramen schrieb, steht noch. Diese Arbeitsstätte des Dichters ist der einzige original erhaltene Biedermeierraum in Wien, den man unentgeltlich besichtigen kann.


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Folder Hofkammerarchiv (2015, PDF, 1.830 kB)
Letzte Änderung am: 23.06.2016

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