Ehemalige Siebenkreuzkapelle

Siebenkreuzkapelle

6020 Innsbruck, Kapuzinergasse 39

Allgemeines und Historisches


Auf Betreiben seiner Gemahlin Anna Catherina von Mantua lässt Erzherzog Ferdinand 1583-1584 auf dem Spitalmahd an der Sill, unweit des Rauch- oder Schwefelhäusls, die Heilig-Grabkirche nach dem Muster jener zu Jerusalem und sieben nebeneinander gestellte Stationskapellen errichten. Papst Gregor XIII. gewährt dafür einen Ablass für die fürstliche Familie und den Hofstaat, der erst 1696 von Papst Innozenz auf die Allgemeinheit ausgedehnt wird. 1596 wird das Vorhaus durch einen Südsturm zerstört. 1670 muss die nicht instandgehaltene Kirche wegen Einsturzgefahr abgetragen werden. 1677 wird mit dem Bruchmaterial nach den Plänen von Johann Martin Gumpp oberhalb derselben auf dem Grund der Apothekerwitwe Sara Naz, geb. Pegger, eine neue Kirche erbaut, die je drei Nischen an den beiden Längsseiten und einen Durchgang zum Heiligen Grab hinter dem Hochaltar aufweist. Als Baumeister fungierte J. B. Hoffingott.

1785 fiel die Kirche der Säkularisierung unter Joseph II. (1741-1790) zum Opfer. Das Vermögen wurde dem Restitutionsfond einverleibt, das Inventar zum Teil anderen Kirchen übergeben. 1792 ersteigert Johann Baptist Oberkofler die Baulichkeiten. Er wird aber bereits 1793 gezwungen, diese wieder zugunsten des Militärs abzutreten, welches die Kirche zu einem Magazin umfunktioniert. 1845 erweitert das Militär den Baubestand durch die Errichtung eines Magazingebäudes.

Von 1945 bis 1988 wird das gesamte Areal durch die Post- und Telegraphendirektion für Lagerzwecke angemietet. Seither ist die Anlage leerstehend bzw. wird sie fallweise für Ausstellungen genutzt.

Nutzer:
leerstehend

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