Ankauf des ehemaligen KZ Gusen abgeschlossen

Der Ankauf des ehemaligen Konzentrationslagers Gusen durch die Republik Österreich wurde nun erfolgreich abgeschlossen. Die Liegenschaften wurden an die Burghauptmannschaft Österreich übertragen, die diese dem Innenministerium zur weiteren Nutzung zur Verfügung stellt.

Mit dem Erwerb will Österreich ein sichtbares Zeichen der Erinnerung setzen und wird in der Zukunft mit internationalen, nationalen und regionalen Stakeholdern die weitere Gestaltung ausarbeiten.

Dr. Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und so auch für die BHÖ zuständig, sieht in dem Ankauf einen wichtigen Schritt: "Niemals wieder darf sich dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte wiederholen. Wir alle tragen dafür Verantwortung. Der Nationalsozialismus und seine Gräueltaten dürfen daher nie in Vergessenheit geraten. Das KZ Gusen ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch der Auseinandersetzung mit unserer Verantwortung. ‚Niemals wieder‘ ist ein Auftrag für die Zukunft. Mit dem Ankauf des Areals des ehemaligen KZ Gusen setzen wir einen historischen Schritt, um aktive Erinnerungspolitik für weitere Generationen zu ermöglichen."

Im Konzentrationslager Gusen waren zwischen 1939 und 1945 mindestens 71.000 Personen aus 30 Ländern inhaftiert. Es war mit einem Höchststand von rund 25.000 Gefangenen das größte Konzentrationslager in Österreich. Im Unterschied zum KZ Mauthausen geriet es nach 1945 innerhalb kurzer Zeit in Vergessenheit. Auf Initiative von Überlebenden wurde dort später eine kleine Gedenkstätte errichtet.

Zukünftig wird die Gedenkstätte vom Bundesanstalt Mauthausen Memorial betreut werden.

Sobald weitere, konkrete Pläne bekannt werden, werden Sie an dieser Stelle natürlich mitgeteilt.

Gusen