Bianca Maria Sforza am Weltfrauentag

Da wir gerade dabei sind unsere Sonderausstellung in der Hofburg Innsbruck vorzubereiten, wollen wir anlässlich des Weltfrauentages die Gelegenheit ergreifen, um eine bisher wenig gewürdigte, aber bemerkenswerte historische Persönlichkeit vorzustellen: Bianca Maria Sforza.

Bianca_Portrait

Zum internationalen Weltfrauentag wollen wir eine ganz besondere Frau „vor den Vorhang“ holen, die zu Unrecht übersehen wird. Bianca Maria Sforza, zweite Frau von Kaiser Maximilian I., wird oft nur als ungeliebte Frau dargestellt, doch in Wahrheit war sie viel mehr als das.

Bianca Maria wurde 1472 als Tochter des Mailänder Herzogs Galeazzo Maria Sforza und der Bona von Savoyen geboren. Bereits 1476, im Alter von nur vier Jahren, wurde sie mit dem sieben Jahren älteren Philibert I. von Savoyen verheiratet, der allerdings im Alter von 17 verstarb. Biancas Onkel, Ludovico, war dann die treibende Kraft hinter der Vermählung seiner Nichte mit Kaiser Maximilian I.

Dieser war nach dem frühen und tragischen Tod seiner ersten Frau Maria von Burgund auf der Suche nach einer neuen Gemahlin, die nicht nur als Herrscherin, sondern auch als Mutter für seine beiden Kinder Philipp und Margarete fungieren konnte. Bianca Maria brachte eine großzügige Mitgift mit in die Ehe, die 1493 in einer Stellvertreterhochzeit und dann 1494 in Hall geschlossen wurde. 

Die neue Königin kam aber nicht nur mit der versprochenen Mitgift nach Tirol, sondern auch mit einer beachtlichen Sammlung an Schmuck, Kleidung und – Büchern, was für Frauen der damaligen Zeit noch als ungewöhnlich galt. Dies allein unterstreicht nicht nur, dass sie eine Frau von vielen Interessen und selbst sehr wissbegierig war, sondern auch den Wert, der Bildung allgemein für sie hatte.

In der Hofburg Innsbruck können Sie in der Dauerausstellung Maximilian1 mehr über Bianca Maria und andere Frauen rund um Kaiser Maxmilian I. erfahren.