Heldenplatz

Grüssl_Heldenplatz

1010 Wien (690.010)

Allgemeines und Historisches 
1809 wurde ein Teil der alten Bastionen bei der Burg in Folge des Krieges mit Napoleon gesprengt und anschließend geschliffen. Nach dem Wiener Kongress (1814/15) wurde der Schutt abgetragen und das Areal eingeebnet. Bis 1821 wurde der Platz „Paradeplatz“ genannt und sollte dem Militär als Aufmarschplatz diesen. In den 60-er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden am äußeren Burgplatz die von Anton Dominik Fernkorn geschaffenen Reiterstandbilder von Erzherzog Karl (Sieger über Napoleon in der Schlacht von Aspern) und Prinz Eugen von Savoyen (Sieger über die Türken in mehreren Schlachten) aufgestellt.

1933/1934 wurde das Äußere Burgtor von Rudolf Wondracek zum Heldendenkmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges umgestaltet. 1935 entstanden links und rechts vom Burgtor die Pylonenportale mit Adlerskulpturen von Wilhelm Frass. Im März 1938 erlangten der Heldenplatz sowie der Balkon der Neuen Burg traurige Berühmtheit, nachdem Adolf Hitler der jubelnden Menge am Heldenplatz den Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich verkündete. Die Nationalsozialisten planten eine Umgestaltung des Heldenplatzes zu einem gepflasterten Aufmarsch- und Zeremonienplatz. Die Pläne wurden nicht verwirklicht, da 1943 ein Löschteich am Heldenplatz ausgebaggert wurde und der Platz später landwirtschaftlich genutzt wurde.


In der jüngeren Vergangenheit der Zweiten Republik wird der Heldenplatz immer wieder für Veranstaltungen und Großkundgebungen genutzt: Papstbesuch, Feierlichkeiten der Bundesregierung, Heeresschau am Nationalfeiertag.

Die Grünanlagen werden von den Bundesgärten betreut.

Nutzer:
Bundesministerium für Landesverteidigung (Weiheraum und Krypta im Burgtor)
Österreichische Bundesgärten

Zuständige Abteilungen der Burghauptmannschaft Österreich:
Bau   Abteilung 303 - Neue Burg
Haustechnik   Abteilung 306 - Gebäudetechnik
Verwaltung   Abteilung 201 - Verwaltung