Die Burghauptmannschaft Österreich, Hofburg Innsbruck

Eigentumsverhältnisse

Als letzte im Eigentum der Republik Österreich verbliebene Kulturinstitution verfügt die Kaiserliche Hofburg in Innsbruck über ein modernes Betriebs- und Marketing-Konzept.

1919 ging die Hofburg aus dem Habsburgischen Hofärar ins Eigentum des Staates Österreich über. Sie untersteht dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW). Als Betreiber der Kaiserlichen Hofburg fungieren seit dem Jahre 2000 die Abteilungen 202 - Hofburg Innsbruck Verwaltung und 305 - Bau Innsbruck, regionale, aber weitgehend selbständige Abteilungen der Burghauptmannschaft Österreich.

Statistisches

Die Hofburg in Innsbruck mit einer Gesamtnutzfläche von 26.300 m² und einer Gesamtkubatur von rund 110.000 m³ zählt mit Schloss Schönbrunn und der Wiener Hofburg zu den drei kulturell bedeutendsten Bauwerken Österreichs, wie ein vom Bundesdenkmalamt erstellter Kataster darlegt. Im Gebäude befinden sich 24 Wohnungen, 10 Büros und 4 öffentliche Dienststellen (z. B. Tiroler Bildungsinstitut, Medienzentrum für Tirol, Forstliche Bundesversuchsanstalt), das Museumscafé (Café Sacher in Innsbruck), die Kaiserappartements (Museum, ca. 2.150 m²) und diverse Veranstaltungsräume.

Betriebsbereiche

  1. Museum - Das behindertengerecht ausgestattete Museum umfasst 27 Räume des ehemaligen kaiserlichen Wohn- und Repräsentationsbereiches im 2. Obergeschoß des Osttraktes. Wissenschaftliche Betreuung, Publikationen, Restaurierungen, Führungen in vier Sprachen und museumspädagogische Angebote für Kinder bilden die Aktivitäten im Museumsbereich.
     
  2. Gebäudeverwaltung - Im Gebäudekomplex der Kaiserlichen Hofburg befinden sich auch vermietete Büroräume und Wohnungen. Die Verwaltung und die bauliche Instandhaltung derselben obliegen der Burghauptmannschaft Österreich. Das Museumscafé im Erdgeschoß des Südtraktes (Hofgasse) ist an die Hotel Sacher BetriebsGesmbH verpachtet. 1992 wurde mit einer umfangreichen Vitalisierung begonnen. Sie umfasste die Adaptierung des Gotischen Kellers und des Barockkellers, die Freilegung der romanischen Stadtmauer und den Neubau des Foyers sowie der gegenüberliegenden Räumlichkeiten (Café Sacher). Die historischen Baukörper bzw. Räume wurden mit moderner Haustechnik ausgestattet.
     
  3. Nutzung der Veranstaltungsräume - Seit der Vitalisierung (1992-97) fungiert die Burghauptmannschaft Österreich auch als Ausstellungspartner. Als Kulturdenkmal von europäischer Bedeutung stellt die Kaiserliche Hofburg einen wichtigen Mosaikstein für Österreichs kulturelle Identität dar. In ihrer Funktion verbindet sie Vergangenheit und Gegenwart. Das Ausstellungsprogramm steht unter dem Motto „Pluralität - Flexibilität – Internationalität“. Bezogen auf das historisch-herrschaftliche Objekt und sein Inventar ergibt sich eine große Spannweite von Themen. Die internationalen Beziehungen des Hauses Habsburg, besonders zu Italien, werden im Ausstellungsprogramm berücksichtigt. Zusätzlich finden laufend zeitgenössische Ausstellungen im Foyer statt.

Darüber hinaus können Veranstaltungsräume von öffentlichen Institutionen, Firmen, Vereinen, Privatpersonen gemietet werden. Die Vermietung historischer Bausubstanz erfordert verantwortungsbewusstes Handeln. Demgemäß ist an eine „sanfte“ Nutzung für gehobene Veranstaltungen gedacht.