Sicherung alter Stollenanlagen
Verfüllungsmaßnahmen der Luftschutzstollenanlagen am Kreuzberg und Reitbauernberg
Aus den Jahren des Zweiten Weltkriegs befinden sich in den Hügeln des Kreuzbergs und des Reitbauernbergs in der Stadt Amstetten ausgedehnte Stollenanlagen. Diese Anlagen stehen mittlerweile im Eigentum der Republik Österreich, vertreten durch die Burghauptmannschaft Österreich, die sich verantwortungsbewusst die regelmäßige Überprüfung der Stabilität dieser Anlagen betreut.
Im Zuge dieser Kontrollen wurde in den letzten Jahren eine zunehmende Verschlechterung der Hohlraumstabilität festgestellt. Um möglichen Risiken frühzeitig vorzubeugen und die Sicherheit bestmöglich zu gewährleisten, wurde entschieden, die Stollen fachgerecht zu verfüllen.
Häufig gestellte Fragen
Die Republik Österreich/die Burghauptmannschaft ist Eigentümerin der Luftschutzstollen am Kreuzberg und am Reitbauernberg und damit für die Sanierung verantwortlich. Die Anlagen haben einen Umfang von insgesamt ca. 2 Kilometer. Für das Bauvorhaben ist das Bauamt der Stadtgemeinde zuständig, das im Dezember 2025 eingeleitet wurde.
Geologische und architektonische Untersuchungen haben zunehmende Verfallserscheinungen (inklusive teilweiser Wassereintritte) der betroffenen Stollenanlagen bestätigt. Um die darüberliegenden Grundstücke dauerhaft abzusichern und potenzielle Risiken auszuschließen, ist daher eine dauerhafte Stabilisierung der betroffenen Flächen mittels Verfüllung geplant.
Die Stollen werden abschnittsweise mit einem speziellen Baumaterial auf mineralischer Basis verfüllt. Dazu werden von der Oberfläche aus – teilweise vertikal, teilwise schräg nach unten – Bohrungen in die Tiefe vorgenommen. Das Material wird durch diese Bohrlöcher eingebracht, verteilt sich in den Hohlräumen und härtet nach ca. 8-9 Wochen aus. Damit sind auch zukünftige Flüssigkeitseintritte ausgeschlossen.
Es wird punktuell zu Lärm- und Staubentwicklung und eingeschränktem Zugang zu anliegenden Wanderwegen und Durchgängen kommen. Temporäre Einschränkungen sind möglich, etwa für Baustellenzufahrten oder Materialtransporte. Die Zufahrten für Einsatzfahrzeuge bleiben jederzeit gewährleistet.
Weiters ist mit der Anlieferung von Baumaschinen sowie des Baumaterials mittels LKW zu rechnen. Die Arbeiten werden abschnittsweise durchgeführt, um die Belastungen zeitlich und räumlich zu begrenzen. Auch das Verkehrskonzept (inkl. Anzahl an LKW-Fahrten, Art und Typen von Baugeräten) ist Teil der Ausschreibung, zu der spezielle Baufirmen eingeladen werden.
Nein, den Anrainer:innen entstehen durch das Bauprojekt der Stollensicherung keine Kosten. Die Burghauptmannschaft sorgt nach Beendigung der Bautätigkeit für die Wiederherstellung von benutzten Flächen wie den Wegen bzw. für die Rekultivierung (zB von Grünflächen).