Generalsanierung Atelier Augarten

Die Baumaßnahmen im Detail

Mit der Generalsanierung des Atelier Augarten wird das historische Ensemble umfassend erneuert und gleichzeitig bestandschonend an zukünftige Anforderungen angepasst. Die Maßnahmen verbinden Denkmalschutz, moderne Infrastruktur und neue Nutzungsmöglichkeiten zu einem ganzheitlichen Revitalisierungsprojekt.

Neuorganisation des Ensembles

Das Atelier Augarten besteht aus mehreren eigenständigen Gebäudeteilen: dem ehemaligen Museum, der Wandelhalle, dem Gastronomiegebäude, dem Zwischenbau sowie dem Werkraum. Künftig werden diese Bereiche funktional stärker miteinander verbunden und klarer erschlossen.

Im Mittelpunkt steht die Umgestaltung des bisherigen Zwischenbaus zu einem neuen zentralen Besucherfoyer. Dieses Foyer bildet künftig den Hauptankunftsbereich für Gäste und Nutzerinnen und Nutzer der gesamten Anlage. Hier entstehen Informations- und Empfangsbereiche, Garderoben, moderne Sanitäranlagen sowie eine neue vertikale Erschließung mit Treppe und Aufzug. Dadurch werden alle wesentlichen Bereiche barrierefrei erreichbar.

Umgestaltung der Wandelhalle

Die ehemalige Ausstellungshalle wird zu einem multifunktionalen Kultur- und Veranstaltungszentrum weiterentwickelt. Die bestehende Hallenstruktur wird neu organisiert, sodass flexible Nutzungen für Ausstellungen, Konferenzen, Tagungen und kulturelle Veranstaltungen möglich werden.

Der später ergänzte Glasvorbau wird entfernt, um das ursprüngliche architektonische Erscheinungsbild der Fassade wiederherzustellen. Gleichzeitig wird die große Glasfront technisch ertüchtigt und mit moderner Isolierverglasung ausgestattet, ohne die historische Gestaltung zu verändern.

Neue Gastronomie- und Aufenthaltsbereiche

Die bestehenden Gastronomieräume werden modernisiert. Küche, Gasträume und Sanitäranlagen werden an heutige Anforderungen angepasst. Die ehemalige Atelierwohnung wird zu einem zusätzlichen Gastraum umgebaut und im Dachgeschoss entstehen Aufenthalts- und Sozialräume für das Personal sowie Technikflächen für die neue Lüftungsanlage der Wandelhalle.

Modernisierung des Museums

Das ehemalige Museum bleibt als Ausstellungsort erhalten und wird technisch wie funktional modernisiert. Die Sanitärbereiche werden erneuert und erweitert, die Besucherführung verbessert und der Hauptzugang künftig über die repräsentative Säulenhalle geführt.

Besonders aufwendig ist die Sanierung der Zwischendecke im Museum, die aufgrund ihres schlechten Zustands vollständig erneuert werden muss. Die neue Konstruktion orientiert sich dabei am historischen Erscheinungsbild.

Werkraum und barrierefreie Zugänge

Das ehemalige Portierhaus wird zu einem barrierefrei nutzbaren Werk- und Bürobereich mit bis zu acht Arbeitsplätzen umgebaut. Zusätzlich entstehen Besprechungs-, Sanitär- und Küchenbereiche.

Im Außenraum werden Wege, Rampen und Niveauunterschiede angepasst, damit sämtliche Hauptzugänge ohne Barrieren nutzbar sind. Teilweise wird das Hofniveau angehoben und bestehende Treppen- und Rampenanlagen werden neugestaltet.

Erneuerung der technischen Infrastruktur

Die gesamte Haustechnik des Ensembles wird erneuert. Geplant sind neue Lüftungsanlagen, zeitgemäße Sanitär- und Wassertechnik und eine energieeffiziente Wärme- und Kälteversorgung, nämlich moderne Wärmepumpensysteme.

Die Gastronomie, die Wandelhalle und das Museum erhalten mechanische Lüftungsanlagen mit unterschiedlichen technischen Lösungen je nach Nutzung. Für den Werkraum ist eine kompakte Wohnraumlüftung vorgesehen.

Denkmalgerechte Sanierung

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist der sorgfältige Umgang mit der historischen Bausubstanz. Fassaden, Dächer, Fenster, Holzportale und Fensterläden werden restauriert oder instandgesetzt. Neue Bauteile orientieren sich am ursprünglichen Erscheinungsbild des Ensembles.

Alle wesentlichen Eingriffe wurden eng mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt, um die architektonische Qualität des Ensembles dauerhaft zu bewahren.

Brandschutz und Sicherheit

Im Zuge der Generalsanierung werden auch Brandschutz- und Sicherheitsmaßnahmen umfassend aktualisiert. Dazu zählen neue Sicherheitsbeleuchtung, Rauchabzugsanlagen, angepasste Fluchtwege sowie technische Einrichtungen für die Feuerwehr. Die Planung erfolgte in Abstimmung mit den zuständigen Behörden.

Ein Ort mit Zukunft

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird das Atelier Augarten als moderner, offener Kulturstandort zur Verfügung stehen. Die Revitalisierung schafft Raum für Ausstellungen, Veranstaltungen, Gastronomie, wissenschaftlichen Austausch und gesellschaftliche Begegnung – und bewahrt zugleich eines der markantesten Kulturensembles des Augartens für kommende Generationen.

 

Durchführende Abteilung: Abteilung Regierungsgebäude
Voraussichtliche Fertigstellung: Ende 2027

Atelier Augarten